Luftfeuchtigkeit im Sommer: So vermeiden Sie Kondensfeuchte und Schimmel
Hohe Luftfeuchtigkeit im Sommer kann in Wohnungen und Kellern schnell zu feuchten Wänden,
Stockflecken und Schimmel führen. Entscheidend ist nicht nur die relative Luftfeuchtigkeit,
sondern vor allem der Taupunkt.
Warum entsteht im Sommer Feuchtigkeit an Wänden?
Warme Sommerluft enthält viel Wasserdampf. Gelangt diese Luft in kühlere Räume, etwa in den
Keller oder schlecht gedämmte Wohnbereiche, kühlt sie ab. Wird dabei der Taupunkt erreicht,
schlägt sich Feuchtigkeit an Wänden, Fenstern oder in Ecken nieder.
Besonders gefährdet sind kühle Außenwände, Raumecken und Bereiche hinter Möbeln. Dort kann
die Luft schlechter zirkulieren, wodurch sich Feuchtigkeit länger hält. Die Folge sind zunächst
Stockflecken, später kann sich Schimmel bilden.
Richtig lüften bei hoher Luftfeuchtigkeit im Sommer
Im Sommer hilft dauerhaft geöffnetes Lüften nicht immer. An heißen, schwülen Tagen kann es die
Feuchtigkeit sogar erhöhen. Deshalb sollten Fenster vor allem dann geöffnet werden, wenn die
Außenluft kühler und trockener ist, zum Beispiel früh morgens oder spät abends.
Für Keller gilt: Fenster in der warmen Jahreszeit möglichst geschlossen halten und nur gezielt
stoßlüften, wenn die Außenbedingungen günstig sind. Als Orientierung sollte die
Taupunkttemperatur verglichen werden. Liegt der Taupunkt außen höher als die Raumtemperatur,
sollte nicht gelüftet werden.
Was hilft gegen zu hohe Luftfeuchtigkeit?
- Temperatur und Luftfeuchtigkeit innen und außen regelmäßig messen.
- Nur stoßlüften, wenn die Außenluft keine zusätzliche Feuchte einträgt.
- Kellerfenster im Sommer überwiegend geschlossen halten.
- Im Winter kühle Kellerräume gründlich lüften, um Grundtrockenheit zu schaffen.
- Feuchtigkeit beim Kochen oder Duschen direkt abführen.
- Zimmerpflanzen reduzieren, wenn sie die Luftfeuchtigkeit deutlich erhöhen.
- Bei dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit einen Luftentfeuchter einsetzen.
Wann ist ein Luftentfeuchter sinnvoll?
Ein Luftentfeuchter ist sinnvoll, wenn die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen dauerhaft über etwa
60 bis 65 Prozent liegt oder wenn sich bereits Feuchtigkeit an Wänden, Fenstern oder Möbeln
zeigt. Das Gerät entzieht der Raumluft Wasserdampf und senkt dadurch das Risiko für Schimmel.
Die passende Leistung hängt von Raumgröße, Temperatur, Feuchtebelastung und Ursache des
Problems ab. Bei reiner Kondensfeuchte reicht häufig ein kleineres Gerät. Bei dauerhaft feuchten
Wänden, Wasserschäden oder Kellerproblemen sollte ein leistungsstärkerer Luftentfeuchter
gewählt werden.
Welche Schäden verursacht hohe Luftfeuchtigkeit?
Zu viel Feuchtigkeit begünstigt nicht nur Schimmel. Sie kann auch Holz beschädigen, Fensterrahmen
verziehen, Metallteile korrodieren lassen und gelagerte Gegenstände im Keller zerstören.
Besonders empfindlich sind Bücher, Papier, Kartons, Möbel und Textilien.
Schimmel durch Sommerfeuchte vermeiden
Kleine Schimmelflecken können vorsichtig mit Alkohol entfernt werden. Bei großflächigem Befall
sollte jedoch eine Fachfirma beauftragt werden. Wichtig ist außerdem, die Ursache der Feuchtigkeit
zu beseitigen. Ohne dauerhaft niedrigere Luftfeuchtigkeit kommt Schimmel häufig wieder.
FAQ: Luftfeuchtigkeit im Sommer
Warum werden Wände im Sommer feucht?
Feuchte Wände entstehen, wenn warme, feuchte Außenluft in kühle Räume gelangt und dort abkühlt.
Wird der Taupunkt erreicht, kondensiert Wasserdampf an Wänden oder Fenstern.
Sollte man Keller im Sommer lüften?
Keller sollten im Sommer nur gezielt gelüftet werden, wenn die Außenluft kühler und trockener
ist. An heißen, schwülen Tagen bleiben Kellerfenster besser geschlossen.
Welche Luftfeuchtigkeit ist im Sommer zu hoch?
Dauerhafte Werte über 60 bis 65 Prozent können problematisch sein, besonders in kühlen Räumen,
Kellern oder schlecht belüfteten Bereichen.
Hilft ein Luftentfeuchter gegen Schimmel?
Ja, ein Luftentfeuchter kann helfen, die Luftfeuchtigkeit zu senken und Schimmel vorzubeugen.
Bestehender Schimmel muss jedoch zusätzlich fachgerecht entfernt werden.




